Rechtslage?
Ich würde mich gerne zu einer arbeitsrechtlichen Situation informieren, die einen Freund von mir betrifft.Er war seit dem 15.07.2025 als Sicherheitsmitarbeiter beschäftigt und hat seine Arbeit nach eigener Aussage zuverlässig ausgeführt. Es gab keine Abmahnungen oder negativen Rückmeldungen.Im April 2026 wurde ihm zunächst ein Aufhebungsvertrag mit einer Abfindung von 500 € angeboten, den er abgelehnt hat. Kurz darauf erhielt er am 24.04.2026 eine Änderungskündigung, die er unter Vorbehalt angenommen hat.Das Problem ist, dass der neue Einsatzort für ihn ohne eigenes Fahrzeug und aufgrund fehle…
Was die Rechtslage dazu sagt
Eine erste Orientierung — basierend auf deutschem Recht. Keine individuelle Rechtsberatung im Sinne des RDG.
Die rechtliche Beurteilung richtet sich maßgeblich nach dem Kündigungsschutzgesetz, sofern der Betrieb regelmäßig mehr als zehn Arbeitnehmer beschäftigt. Da das Arbeitsverhältnis zum Zeitpunkt der Kündigung länger als sechs Monate bestand, greift der allgemeine Kündigungsschutz gemäß Paragraf 1 KSchG. Eine ordentliche Kündigung bedarf in diesem Fall einer sozialen Rechtfertigung durch betriebsbedingte, personenbedingte oder verhaltensbedingte Gründe.
Die Annahme der Änderungskündigung unter Vorbehalt nach Paragraf 2 KSchG war eine sachgerechte Entscheidung, um den Arbeitsplatz zunächst zu erhalten und die Wirksamkeit der neuen Bedingungen gerichtlich prüfen zu lassen. Dass unmittelbar nach dieser Annahme eine ordentliche Kündigung ausgesprochen wurde, erscheint rechtlich angreifbar. Der Arbeitgeber trägt im Prozess die Beweislast dafür, dass eine Weiterbeschäftigung zu den geänderten oder ursprünglichen Bedingungen tatsächlich nicht mehr möglich ist.
Die Erfolgsaussichten der Kündigungsschutzklage hängen wesentlich von der sozialen Rechtfertigung ab. Sollte die Kündigung unwirksam sein, mündet das Verfahren in der Praxis oft in einen Vergleich mit einer Abfindungszahlung. Als grober Richtwert gilt hierbei eine halbe Bruttomonatsvergütung pro Beschäftigungsjahr, wobei die kurze Dauer der Betriebszugehörigkeit und das Prozessrisiko des Arbeitgebers die individuelle Verhandlungsbasis bilden.
Ihre Akte. Ihr Fall. 19 €.
Ihre Situation ist anders. Lassen Sie sie für Ihre erste Akte für 19 € (statt 39 €) prüfen — vollständige KI-Analyse mit Strategie, Vorlagen und Kostenschätzung. 14-Tage-Qualitätsgarantie.
Eigene Akte anlegen — 19 €